Auch wenn es erst die zweite Auflage des Veilchen-Cups war, erinnerte es doch irgendwie
an das bekannte "Dinner for one": Wie schon im Vorjahr dominierten die Handballer der
SF Hamborn 07 das Turnier und setzten sich völlig verdient gegen den gastgebenden
Nachbarn und Liga-Rivalen sowie den Longericher SC (Oberliga Mittelrhein) durch.
Hiesfelds Trainer Matthias Waclawczyk konnte mit der Leistung seiner Mannschaft am Ende "nur
bedingt zufrieden sein". Gegen die "Löwen" taten sich die "Veilchen" vor allem im ersten Abschnitt
schwer – obwohl die Gäste zwei Partien vom Vortag in den Knochen hatten. Nur selten schafften es
Christian Ginters und Co. sich gegen die massierte Defensive durchzusetzen. Am Ende hieß es
27:32, und Waclawczyk kritisierte seine Mannschaft offen. "Es ist schade, dass wir vor unserem
Publikum keine besonders gute Leistung abliefern. Hamborn hat uns all unsere Defizite deutlich
gemacht, und was wir noch tun müssen. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und auch in
der Höhe verdient verloren", resümierte der unzufriedene Übungsleiter.
Etwas besser lief es für den TV Jahn gegen den LSC, gegen den sich die Hausherren mit 38:31
(23:14) durchsetzten. "Das war etwas besser als das erste Spiel", analysierte Waclawczyk, der
aber auch hier einige Haare in der Suppe fand. Und da die Hamborner die abschließende Partie
gegen Longerich locker mit 41:28 gewannen, blieb den Hausherren nur der undankbare zweite
Platz. Abteilungsleiter Thoas Bigger nahm im Anschluss an dieses Spiel die Siegerehrung vor – als
Preis erhielten alle Teams zudem eine Kiste Bier und Bockwürstchen für alle Spieler. So saßen viele
Akteure auch nach dem Ende der Veranstaltung zusammen und tauschten ihre Gedanken aus.
Spätestens im kommenden Jahr werden die Hiesfelder aber etwas an der Reihenfolge ändern
wollen – sonst bleibt der Pokal im Besitz der Hamborner.


